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Bodhidharma
Der
Legende nach
gelangte der buddhistische/indische Mönch Bodhidharma im Jahre
520 nach China.
Er brachte aus Indien das Wissen der Chan-Philosophie und das Yoga mit
und
vermischte es mit der Traditionellen Chinesischen Medizin, dem Taoismus
und der
chinesischen Kampfkunst.
Bodhidharma
wurde zum Begründer
des Shaolin Kung Fu und des Shaolin Qi Gongs (Qi/Chi heißt
Atem
oder Lebensenergie;
Gong/Kung heißt übersetzt Übung). Es kann
also sinngemäß als Übung der Lebensenergie
übersetzt werden. Qi Gong Übungen zählen zu
den ältesten Heil- und Kräftigungsmethoden des alten
China.
In
den folgenden Jahrhunderten
erbauten die Nachfolger Bodhidharmas in ganz China verschiedene Shaolin
Tempel.
Besonders der südliche Shaolin Tempel in der chinesischen
Provinz Fukien wurde
zur Hochburg des Kung Fu.
Der
geheime Tempel in Shaolin
In den
Shaolin Tempeln
wurden Hallen eingerichtet, in denen sich nur die erfahrensten
Mönche über Jahrhunderte
hinweg trafen, um ihr Kung Fu und Qi Gong zu verfeinern. Diese Hallen
bekamen
den Namen "Weng Chun Dim" was sinngemäß mit
„Halle des immerwährenden
Frühlings“; „Halle des ständigen
im Fluss seins“ oder „Halle der ewigen
Lebenskraft“
umschrieben werden kann. Dies symbolisiert den Kern der neu
entstandenen Lehre.
Die
Shaolin Tempel waren
bis in das 18. Jahrhundert das Zentrum der chinesischen
Kampfkünste, des Qi Gongs
und des Chans
Im alten
China
herrschten von 1644-1911 zehn Prozent der Bevölkerung, die
Mandschus über 90 Prozent
der Bevölkerung, mit dem Namen Han. Die Mandschus konnten ihre
Herrschaft nur
durch Anwendung von Gewalt und Unterdrückung behaupten. Die
Han-Bevölkerung
durfte keine Waffen besitzen und kein Kung Fu trainieren. Dieser
Umstand trieb
viele Menschen in den Untergrund, wo sie sich in Geheimgesellschaften
zusammenschlossen und den Kampf gegen die herrschende Dynastie
aufnahmen.
Besonders
die Shaolin Tempel
wurden zum Unterschlupf für viele Rebellen.
Aus
diesem Grunde wurde
der südliche Shaolin Tempel um das Jahr 1700 von den Mandschus
zerstört. Viele Mönche
konnten fliehen und mussten untertauchen. Ihr Wissen wurde in Kung Fu
Familien
bzw. Clans weitergegeben.
Der
letzte Abt
des südlichen Shaolin Tempels tauchte
mit falschem Namen, als Koch getarnt, auf einem Schiff, der roten
Dschunke,
unter. Die roten Dschunken waren Unterhaltungsschiffe, die von Stadt zu
Stadt
schipperten, um die chinesische Oper vorzuführen. Der
chinesischen Operntruppe
war es erlaubt Kung Fu und Akrobatik zu üben. Deswegen wurde
die rote Dschunke
der neue Schlupfwinkel der Rebellen und geflohenen Shaolin
Mönche. Kung Fu
wurde heimlich trainiert und geheim gehalten gegenüber
Außenstehenden.

Der neu aufgebaute
Süd Shaolin Tempel in China
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